Rückblick Sommerwoche für Kapellmeister*innen

Rückblick Sommerwoche für Kapellmeister*innen

27 Teilnehmer*innen, 10 Referent*innen, 4 Tage, 1 Ziel

Die diesjährige Sommerwoche für Kapellmeisterinnen und Kapellmeister des OÖ. Blasmusikverbandes stand ganz im Zeichen der Programmgestaltung und der Frage, wie ein Konzertprogramm zu einem stimmigen Gesamterlebnis wird. Unter dem Motto „Der rote Faden“ beschäftigten sich die 27 Teilnehmer*nnen von 18. bis 21. August auf Schloss Weinberg intensiv mit der Planung und Umsetzung von Konzertprogrammen.


Ein roter Faden ist dabei weit mehr als eine verbindende Idee für ein Konzert. Er schafft Orientierung, gibt einem Programm Sinn und sorgt dafür, dass einzelne Werke zu einem schlüssigen Ganzen werden. Gleichzeitig ist er auch in der Probenarbeit von zentraler Bedeutung: Eine klare Zielsetzung und ein strukturierter Probenaufbau sind entscheidend für den musikalischen Output eines Orchesters.
Für vier Tage wurde Schloss Weinberg zum musikalischen und fachlichen Treffpunkt. Zehn hochkarätige Referent:innen vermittelten ihr Wissen und ihre Erfahrung aus unterschiedlichen Bereichen der Blasmusik. Manuela Kloibmüller widmete sich der Programmgestaltung, während Thomas Asanger Impulse zu Probenmethodik und Orchesterleitung gab.


Im Bereich Dirigieren arbeiteten Elisa Lapan, Alois Papst und Josef Söllinger mit den Teilnehmer:innen an Technik, Ausdruck und musikalischer Gestaltung. Michaela Baumgartner brachte mit dem Mentaltraining auch die persönliche Ebene der musikalischen Leitung in die Sommerwoche ein.
Wie Konzertprogramme auch visuell und dramaturgisch erweitert werden können, zeigten Gernot Haidegger und Daniel Winkler mit dem Thema Showelemente in der Blasmusik. Florian Moitzi gab Einblicke in die Stilistik der Popularmusik und stellte einige seiner Kompositionen vor. Den stilistischen Bogen rundeten Günther Reisegger mit seinen Schwerpunkten Polka, Walzer und Marsch ab.


So verband die Sommerwoche musikalische Praxis, methodisches Arbeiten, persönliche Weiterentwicklung und kreative Programmgestaltung. Die Teilnehmer:innen erhielten zahlreiche Anregungen, um den eigenen Konzerten und Proben einen klaren roten Faden zu geben – und damit letztlich ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Musik mit Konzept, Klarheit und Wirkung zu gestalten.