Der Bundesfinanzreferent des ÖBV Michael Krimplstätter nimmt im Bundesrundschreiben des ÖBV im Dezember 2015 aufgrund von häufigen Anfragen hinsichtlich der Ausnahmen (z B. Vereine) Stellung:

Welche Veranstaltungsumsätze sind von der Registrierkassen-, Einzelaufzeichnungs- und Belegerteilungspflicht ausgenommen?

Ausgenommen sind Umsätze von unentbehrlichen Hilfsbetrieben abgabenrechtlich begünstigter Körperschaften (z. B. Musikvereine), die im Rahmen von Veranstaltungen (bspw. Konzertveranstaltungen) erzielt werden. Durch die neue Barumsatzverordnung sind weiters Umsätze von entbehrlichen Hilfsbetrieben von abgabenrechtlich begünstigten Körperschaften ausgenommen, die unter den nachstehenden Voraussetzungen erzielt werden:

  • Die Organisation der Veranstaltung (Planung und Mitarbeit während der Veranstaltung) sowie eine Verpflegung der Besucher der Veranstaltung wird durch Mitglieder der Körperschaft oder deren nahen Angehörigen durchgeführt bzw. bereitgestellt.
  • Bei Auftritten von Musik- oder anderen Künstlergruppen werden nicht mehr als € 1.000,-- pro Stunde für die Unterhaltungsdarbietungen verrechnet.
  • Umsätze im Rahmen von geselligen Veranstaltungen der Körperschaft, die einen Zeitraum von 48 Stunden im Kalenderjahr nicht übersteigen.

Anmerkung: Hinsichtlich der 48-Stunden-Regelung wurde in den Vereinsrichtlinien (Wartungserlass 2015) eine Konkretisierung vorgenommen: Bei mehrtägigen Vereinsfesten sind nicht die tatsächlichen Veranstaltungs- und Ausschankstunden zu zählen, sondern es ist die Zeit vom Festbeginn bis zum Festende durchzuzählen. Somit sind auch die Stunden zu berücksichtigen, in denen kein Ausschank betrieben wird. Liegt für die Veranstaltungen allerdings eine behördliche Genehmigung vor, sind nur die im Genehmigungsbescheid angegebenen tatsächlichen Veranstaltungs- und Ausschankzahlen zu zählen.

Tipp: Weitere detaillierte Antworten und mehr Infos finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen